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Arbeiten bis zur Rente in der IT-Branche?

In der IT-Branche arbeiten nur junge Leute! Das dieser Schein trügt haben sechs Unternehmen der IT-Branche erkannt. Sie haben sich in dem Projekt ADVITA "Arbeiten in der DV-/IT-Branche: Alternsgerecht" zusammengetan. Sie wollen Beschäftigte dauerhaft gesund und motivert bis zur Rente beschäftigten.

Demografie in der IT-Branche?
IT-Unternehmen nehmen sich des Themas an!

„Alternsgerechtes Arbeiten ist in der IT-Branche kein Thema, da hier junge Fachleute unter optimalen Bedingungen arbeiten“, so eine gängige Verallge-meinerung. „Der Schein trügt“ antworten sechs NRW-Unternehmen der IT-Branche und haben sich zum Verbundprojekt  A D V I T A zusammengetan.

Ihr Credo: „Arbeiten in der DV-/IT-Branche: Alternsgerecht!“

Unabhängig von Größe, Gesellschaftsform und wirtschaftlicher Ausrichtung ist es schon jetzt notwendig, vorausschauend für die Sicherung der Beschäf-tigungsfähigkeit aktiv zu werden. Beschäftigungsfähigkeit ist nicht lediglich eine Eigenschaft der Beschäftigten, sondern besonders der Unternehmen selbst.

Ob sie in der Lage sind, MitarbeiterInnen dauerhaft gesund und motiviert bis zum Eintritt ins Rentenalter zu beschäftigen wird für sie entscheidend sein, um dauerhaft ihre Unternehmensziele zu erreichen. Durch die Zusammenarbeit im Projekt wollen die Beteiligten, Betriebsräte und Unternehmen,

  • branchenspezifische Erkenntnisse gewinnen
  • die Zusammenarbeit mit Akteuren aus anderen IT-Betrieben verstärken 
  • gemeinsam erprobte Instrumente nutzen 
  • erfolgreiche Lösungen austauschen 
  • und sicher auch den Gesundheitsschutz als Imagefaktor voranbringen.

Wir laden Betriebsräte und Unternehmen ein sich zu beteiligen und von den Erkenntnissen zu profitieren. Anhand unseres Analyseinstrumentes DemografieKompass lassen sich schnell die Entwicklung der Altersstruktur und der voraussichtliche Personalbedarf ermitteln. Mit den Instrumenten SelbstCheck (angewandt von den MitarbeiterInnen) und UnternehmensCheck (angewandt von der Führungsebene) werden die Optimierungsbedarfe der Beschäftigungsfähigkeit in sechs unterschiedlichen Handlungsfeldern aufgedeckt. Über die Beschäftigten aller beteiligten IT-Betriebe haben wir folgende Altersstruktur ermittelt, die mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren sicherlich als typisch für die Branche gilt:

14 % der Beschäftigten zählen bereits jetzt mit 55 Jahren als „Ältere Beschäftigte“ und innerhalb von 5 Jahren scheiden 4 % wegen Erreichung des Rentenalters aus.

Für die Branche sicherlich typisch sind auch die erkannten Handlungsbedarfe aus Sicht der Akteure eines beteiligten IT-UNternehmens:

  • die psychischen Belastungen
  • die gesundheitsförderliche Arbeitszeitgestaltung 
  • gesunde Führung 
  • eine lernförderliche Arbeit 
  • die Förderung der Weiterbildungsbereitschaft 
  • eine lebensphasengerechte Arbeit 
  • die Bereitschaft zur Wissensweitergabe 
  • die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit
  • und eine Kultur der Beteiligung.

Anhand solcher Analysen haben alle Unternehmen Handlungsfelder definiert, in denen gemeinsam mit dem Know-how der MitarbeiterInnen Maßnahmen zur Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit entwickelt werden.

Der Projektverbund wird bis Dezember 2010 mit ESF Mitteln des Landes NRW und der EU gefördert. Unterstützt werden die Unternehmen in der Analyse- wie auch in der Umsetzungsphase vom Projektteam des DGB-Bildungswerk NRW und der TBS beim DGB NRW.

Kontakt für Informationen und Beteiligung:

Klaus Heß, TBS Düsseldorf (Tel. 0173 20 97 759)
Olaf Schröder, TBS Düsseldorf (Tel. 0173 20 97 763)
Stefanie Wallbruch, TBS Dortmund (Tel. 0173 20 97 770)
Veit Hartmann DGB Bildungswerk NRW e. V. (Tel. 0170 91 84 915)

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