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Aus der Praxis: Einführung der DGUV Vorschrift 2

Einführung der DGUV Vorschrift 2 bei der DGUV St. Augustin

Das folgende Beispiel in punkto Einführung der DGUV Vorschrift 2 stammt aus aus der DGUV selber. Es berichtet Norbert Lange, Vorsitzender des örtlichen Betriebsrates Sankt Augustin/Hennef der Deut­schen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV):

Die DGUV ist der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Die gesetzliche Unfallversicherung kümmert sich um die Verhütung von Arbeits-, Schul- und Wegeunfällen, Berufs­krankheiten sowie arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Als Betriebs­rat der DGUV sind wir immer ganz dicht an Themen, die die Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit betreffen.  Kolleginnen und Kollegen haben bei der Erstellung der DGUV  Vorschrift 2 mitgearbeitet, und so ergab sich schon im Vorfeld eine, wenn auch nur konzeptionell-inhaltliche, Einbindung in dieses Thema.

Anfang 2011 wurde es auch für uns konkret. Der Arbeitgeber hat dem Betriebsrat über die Fachkraft für Arbeitssicherheit seine Vorstellungen für die Grundbetreuung und die spezifische Be­treu­ung mitgeteilt.

Die Aufteilung der Aufgabenfelder in der Grundbetreuung zwischen unserer Betriebsärztin und der Fachkraft für Arbeitssicherheit erfolgte unter Berücksichtigung der Beschäftigtenzahl und der Betreu­ungsgruppe. Die Leistungsermittlung bei der spezifischen Betreuung und die Aufteilung der Aufgaben zwischen Betriebs­ärztin und der Fachkraft für Arbeitssicherheit erfolgten auf Grund der langjährigen Erfah­rungen bei der Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten.

Über beide Vorschläge, d.h. Grundbetreuung und spezifische Betreuung, wurde zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber eine Eini­gung erzielt. Im ASA wurden die Vorschläge vorgestellt und an­schließend vom Arbeitgeber umgesetzt. Insgesamt umfasst unsere Aufzählung der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung rund 25 Seiten (analog der Anlagen zur DGUV Vor­schrift 2). Gerade die Leistungsermittlung und Festschreibung bei der speziellen Betreuung ermöglichen es uns zu kontrollieren, ob der Arbeit­geber seinen Pflichten nachkommt.

Der Betriebsrat kann schwarz auf weiß aufzeigen, über welchen Leistungsumfang Einigung erzielt werden konnte, und ggf. Leis­tungen einfordern. Regelmäßig nehmen wir die Leistungs­be­schreibungen zur Hand, auch um uns zu motivieren, an bestimmten Stellen noch genauer hinzuschauen.

Sie wünschen mehr Informationen zum Thema? Melden sie sich einfach in der nächsten TBS-Regionalstelle oder nutzen sie unser Kontaktformular.

Norbert Lange Vorsitzender des örtlichen Betriebsrates Sankt Augustin/Hennef der Deut­schen Gesetzlichen Unfallversicherung

Ansprechpartner/in

Diana Reiter

Diana Reiter

Regionalstelle Dortmund
Tel.:0231 / 24 96 98 - 27
Mobil:0173 / 20 977 53
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Die DGUV Vorschrift 2 konkretisiert die Aufgabenfelder für den Arbeitsschutz. Wie kann sich die Interessen­ver­tretung einbringen ...