Beratung - Weiterbildung - Information für Interessenvertretungen

Branchentreffen

Unter uns gesagt. Über den Nutzen regelmäßiger Branchentreffen.

Seit 7 Jahren treffen sich die Betriebsräte der Schalter- und Steckdosenhersteller regelmäßigzweimal pro Jahr. Treffen, die dem Erfahrungsaustausch und der Behandlung aktueller Themen dienen. Jetzt haben wir Teilnehmer um ihre Meinung zu diesen Meetings gebeten. 

Es war im Jahre 2008, als ein Interessenvertreter auf die TBS Dortmund zuging und den Vorschlag machte, ein regelmäßiges Treffen von Betriebsräten aus der Branche der Schalter- und Steck­dosenhersteller zu organisieren. Eine gute Idee, wie wir fanden, weil dieses Format den direkten Erfahrungsaustausch über branchentypische Themen und Aufgabenstellungen ermöglicht.

Damit begann vor sieben Jahren eine Reihe von Treffen, die zweimal pro Jahr stattfinden und bis heute eine ungebrochene Anziehungskraft auf die Interessenvertretungen ausüben. Der Grund liegt darin, dass hier Themen beleuchtet werden, die den Kolleginnen und Kollegen aus den Unternehmen aktuell auf den Nägeln brennen. Deshalb ist die Aufgabenverteilung so gestaltet, dass die Betriebsräte jeweils das Schwerpunktthema vorschlagen, während die TBS die inhaltliche Ausgestaltung dieser Meetings verantwortet.

Im Laufe der Zeit hat sich ein breites Programm aus Impulsvorträgen durch Experten aus Sicht der Interessen­ver­tre­tungen, Ortsterminen in unterschiedlichen Unternehmen sowie engagierten Diskussionen untereinander herausgebildet. Hier das Feedback der Betriebsräte zu Charakter und Nutzen dieser Treffen und Zusammenkünfte.

  • Welche Erklärung habt ihr dafür, dass unsere Treffen diese Beständigkeit und Priorität haben?

„Der Austausch untereinander ist sehr wichtig. In der Branche bemerkt man so frühzeitig Strömungen und Entwicklungen, die sich abzeichnen. Der Vergleich mit den anderen Unternehmen durch die „Brille Betriebsrat“ zeigt auch Ähnlichkeiten bezüglich unserer Arbeitsplanung und Vorgehensweise. In diesem Zu­sam­menhang ist ein Austausch in einer Branche schon deshalb von Vorteil, weil wir nichts „übersetzen“ müssen. Wenn Fachbegriffe fallen, wenn über Eindrücke auf der Fachmesse Light + Building gesprochen wird oder neue Technologien zum Einsatz kommen, wissen in unserem Kreis alle, was gemeint ist. Das beugt Miss­verständnissen vor und macht unsere Diskussionen sehr viel konkreter.“

  • Wie haben diese Treffen eure tägliche Arbeit beeinflusst?

„Wir haben untereinander ein stabiles Netzwerk aufgebaut. Zwischen den Treffen reißt ja die Kommunikation nicht ab, sondern wird bei vielen Anlässen genutzt. So ist ein schneller Austausch oder Besuch jederzeit möglich und auch gewollt. Das hat sich in manchen Situationen schon bewährt, weil es in der Branche Betriebe gibt, die in ihren Vorhaben und Umsetzungs­schritten schon weiter als andere sind, oder die neue Konzepte ausprobieren, um sie später in anderen Betrieben übernehmen zu können. Sich in solchen Prozessen austauschen zu können, bietet die Chance einer schnellen Reaktion und eines vorausschauenden Denkens und Handelns. Verabredungen werden getroffen, sich gegenseitig zu informieren über den Stand z. B. von Betriebsvereinbarungen. Die Behauptung einer Geschäfts­leitung: „In dem anderen Betrieb machen die das auch so!“ wird für uns überprüfbar. Ein großer Vorteil.“

  • Wie sehen die Geschäftsleitungen diese Treffen, und wie ist deren Akzeptanz dazu?

„Die Unternehmen stehen zum Teil in einer engen Geschäfts­beziehung. Es gibt z. B. Kunden- und Lieferanten­ver­hältnisse untereinander, auch die Beziehung Mutter- / Tochter­unter­nehmen. Grundsätzlich stehen die Geschäftsleitungen unseren Treffen nicht feindlich gegenüber. Ihnen ist bewusst, dass da keine Geschäftsgeheimnisse (sollten wir denn überhaupt Kenntnis davon haben) behandelt werden. Aber es kommt schon vor, dass der eine oder andere Personalchef versucht, die Teilnahme in Frage zu stellen oder auch die Anzahl der Betriebsräte deutlich zu reduzieren. Dass unsere Solidarität untereinander gewachsen ist, mussten die Geschäftsleitungen zur Kenntnis nehmen, als versucht wurde, es einem Betriebs­ratsgremium schwer zu ma­chen, an den Treffen teilzunehmen. Da haben wir anderen Be­triebsräte ein Schreiben aufgesetzt und gefordert, solche „Macht­spielchen“ zukünftig zu unterlassen. Das hat gewirkt.“

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