Beratung - Weiterbildung - Information für Interessenvertretungen

Personalentwicklung 4.0

Was bedeutet die Einführung von Successfactors für die Beschäftigten?

Unter dem Motto „Eine bessere Ausschöpfung der Ressource Mensch erreichen“ entwickelt sich Successfactors mit seiner Talentmanagement-Software BizX zu einem „Must have“ für die Unternehmensleitung. Was aber bedeutet die Einführung von Successfactors für die Beschäftigten?

Was zunächst aussieht wie die Einführung „noch eines SAP- Moduls“, entpuppt sich in den Betrieben als Einstieg in eine ganz neue Personalplanungs- und -steuerungs-Philosophie. Denn die Cloud-Lösung BizX der SAP Tochter Successfactors umfasst Bausteine wie Ziel- und Leistungsbeurteilung, Entlohnung, Recruiting, Nachfolgeplanung und Personalentwicklung. Anhand dieser Parameter ermöglicht BizX dem Arbeitgeber eine ständige Optimierung der Belegschaft anhand folgender Fragestellungen:

  • Wer sind die Top-Leister? Wer sind die Potenzialträger? Wer sind die Wenig-Leister?
  • Wen wollen wir halten? In wen investieren wir? Und umgekehrt: Für wen sehen wir keine Zukunft im Unternehmen?
  • Wer erhält welche Gehaltserhöhung? Wer geht leer aus?
  • Nach welchen Kriterien wählen wir interne und externe Kandidaten für Stellen aus?

Die Ziele des Einzelnen ergeben sich aus den übergreifenden Bereichs- und Geschäftszielen. Gehaltsbausteine werden eng an die Ergebnisse der jährlichen Beurteilung gekoppelt, die Be­schäf­tigten bezüglich Leistung und Potenzial kategorisiert. Dies kann weitreichende Konsequenzen für die Beschäftigten nach sich ziehen. Deshalb bedarf es einer starken Mitgestaltung durch die Interessenvertretung, um bei Fehlentwicklungen wirksam gegensteuern zu können.

Welche Möglichkeiten hat die Interessenvertretung?

Der Gesetzgeber sieht für den Betriebsrat vielfältige und weitreichende Mitwirkungsmöglichkeiten vor. In punkto Einführung von Successfactors verfügt der Betriebsrat mit § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG über eine „harte Mitbestimmung“, d. h. der Arbeitgeber darf ohne Zustimmung der Interessenvertretung Successfactors nicht implementieren.

Aber auch mit Blick auf die veränderten Personalprozesse sieht der Gesetzgeber die enge Abstimmung zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vor. Dies erstreckt sich auf die Verfahren der Ziel­vereinbarung und Beurteilung, die Entlohnungsgrundsätze hin zum Leistungslohn, die Auswahlkriterien für offene Stellen und vieles mehr. Hier seien insbesondere die §§ 92-99 und § 87 Abs. 1 Nr. 10-11 BetrVG genannt.

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Die TBS berät Betriebs- und Personalräte zu allen Facetten rund um die Einführung von Successfactors und die Veränderungen der Personalprozesse.

Aus der Praxis: Einführung von Successfactors bei Momentive (Leverkusen)

 

 

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