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Scrum: Projektmanagement an der kurzen Leine Der Weg zur neuen TBS-Website

Wir haben unsere neue Website auf Grundlage der agilen Methode Scrum entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine Vorgehensweise, mit der sich komplexe Prozesse sehr fokussiert durchführen lassen.

Die wesentlichen Mittel hierzu sind eng getaktete Prozessschritte und eine Vielzahl an Rückkopplungsschleifen. Der so genannte Scrum Master sorgt über die gesamte Projektdauer dafür, dass das Entwicklungsteam die Verfahrensschritte einhält. Projektmanagement an der kurzen Leine.

Bei der Projektumsetzung hat uns die Dortmunder Agentur „Raphael“ tatkräftig unterstützt. Sie verfügt über umfangreiches Know-how in Sachen agiler Prozesssteuerung und war deshalb für uns ein idealer Partner.

Der Scrum-Prozess im Überblick:

Sprint

Im Zentrum des Verfahrens steht der so genannte Sprint – eine Prozessphase von definierter Länge, die zwischen einer Woche und vier Wochen liegen kann. Hier erfolgt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

Product Backlog

Hierbei handelt es sich um eine Auflistung sämtlicher Projektanforderungen, die der sogenannte Product Owner – der Auftraggeber – definiert. Einige dieser Anforderungen sind erfahrungsgemäß schon sehr konkret. Andere sind noch recht vage und erhalten erst im Lichte des Projektfortschritts eine immer klarere Gestalt.

Sprint Planning

Das Entwicklungsteam filtert die Maßnahmen aus dem Product Backlog heraus, die es im nächsten Sprint umsetzen will. Zudem legt es fest, wie es die Maßnahmen realisieren möchte.

Sprint Backlog

Die im Rahmen des Sprint Planning festgelegten Maßnahmen finden Eingang in den Sprint Backlog. Eine Art Pflichtenheft für den nächsten Sprint, mit dem sich der Stand der Umsetzung kontrollieren lässt.

Daily Planning

Die Umsetzung der Maßnahmen erfährt täglich eine Prüfung im Rahmen des Daily Planning. Jedes Team-Mitglied berichtet, was es am Vortag geschafft hat, welche Maßnahmen es aktuell umsetzen will und wo es Hindernisse für die Umsetzung sieht.

Product Increment

Am Ende eines jeden Sprints steht das Product Increment, also das Paket der tatsächlich umgesetzten Maßnahmen. Dies kann nun mit dem Sprint Backlog abgeglichen werden.

Retrospective

Das Arbeitsergebnis des beendeten Sprints erfährt eine kritische Prüfung im Rahmen der Retrospective: Was haben wir erreicht? Welche Maßnahmen sind liegengeblieben und deshalb dem Prozess wieder zuzuführen?

Refinement

Der tatsächlich erreichte Stand der Maßnahmenumsetzung führt zu Verfeinerung des Product Backlog und zur immer stärkeren Verklarung der zuvor noch vage formulierten Projektanforderungen.

Auf dieser Grundlage geht es in die nächste Umsetzungsschleife.