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Podcast: Was tun bei "Digitalem Stress"?

TBS-Beraterin im Podcast zu hören

Martin Hoffmann spricht in seinem Podcast "Neue Blickrichtung" mit Dr. Johanna Renker von der TBS NRW über die Auswirkungen von digitalem Stress auf unsere Psyche und unser Wohlbefinden. Hier geht es zum Podcast: https://www.neue-blickrichtung.de/podcast/digitaler-stress-johanna-renker/

Und hier gibt es eine Zusammenfassung zum Lesen:

Stress durch Mediennutzung?
Claudia ist Verwaltungsangestellte und tagtäglich mit neuen Situationen konfrontiert, die ihr so in ihrem Berufsleben bisher nicht begegnet sind. Sie berichtet, dass die einfachsten Dinge nicht funktionieren. Von der Telefonanlage über den Drucker bis hin zum Kundenmanagementsystem. Immer hakt irgendetwas. Und das verursacht Stress.
 
Sie sagt: „Früher war alles besser. Heute ist alles so kompliziert und ständig stürzt etwas ab oder läuft nicht. Da nutze ich doch lieber mal schnell mein privates Telefon, wenn die Telefonanlage spinnt. Müssen die anderen ja nicht wissen.”
 
Was kann Claudia tun?

  • Offen kommunizieren, dass sie Probleme mit der Technik hat und Hilfe benötigt. Diejenigen, die für die Einführung der Technologie zuständig sind, sehen oft nicht mehr, welche Probleme es beim Nutzer geben könnte. Darüber hinaus braucht es eindeutige Ansprechpartner.
  • Jeder Change-Prozess ist mit Widerständen (Link: https://www.neue-blickrichtung.de/podcast/widerstaende-changemanagement/)  gekoppelt. Für Claudias Teamleiter heißt das also, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst früh mit einzubeziehen bei der Einführung neuer Technologien und aufzuklären, warum die neue Technik sinnvoll ist.

 
Ständige Erreichbarkeit kann Anspannungen begünstigen.
Dennis ist im IT-Support tätig und wird auf allen Kanälen mit Fragen bombardiert. Push-Up Nachrichten, Mails und Telefonanrufe bis in den Feierabend hinein, sind keine Seltenheit. Er klagt öfter über Verspannungen und Kopfschmerzen.
 
Was kann Dennis tun?

  • Informationskanäle und Kommunikationskanäle klar definieren. Telefon, bei dringenden Anfragen, Videokonferenzen für Absprachen, E-Mail für Infos und den Chat eher für unwichtige Themen.
  • Push-Up Nachrichten ausschalten, wenn man konzentriert arbeiten will. Nur zu bestimmten Zeiten Mails und Chats checken. Denn Unterbrechungen beeinflussen die Konzentration und stören den Flow.
  • Feierabend ist Feierabend. Alle Geräte ausschalten.

 
Videokonferenzen können ermüdend sein.
Der Teamleiter Stefan hetzt von einer Videokonferenz in die nächste und hat das Gefühl, dass die Meetings ineffizient sind und seine Zeit verschwendet wird. Bei ihm klingelt dann zwischendurch das Handy und er klinkt sich aus. Darüber hinaus muss er sich noch auf den aktuellen Stand bringen, was viele andere Themen angeht. Dazu nutzt er Webinare oder eLearning Formate, die er für die nächste Konferenz erneut unterbricht.
 
Was kann Stefan tun?

  • Mutig entscheiden, was wirklich relevant ist und nur an wichtigen Videokonferenzen teilnehmen.
  • Themen delegieren und Mitarbeitenden das Vertrauen schenken, die Aufgabe zu übernehmen.
  • Klare Regeln für Konferenzen vereinbaren, wie in der analogen Welt.

 
Top 5 um digitalen Stress zu bewältigen

  1. Kommunikation und ehrlicher Austausch.
  2. Medienkanäle und deren Nutzung definieren.
  3. Analog wird digital. Klare Regeln für Videokonferenzen festlegen.
  4. Prioritäten setzen.
  5. Grenzen der Mediennutzung kennen und persönliche Kontakte pflegen.

 
“Arbeit ist mehr als ein Tastendruck und finanzieller Outcome. Teamgefühl, Zusammenhalt und Vertrauen haben einen viel größeren Einfluss für den Einzelnen. Das wird unterschätzt.”


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Ansprechpartner/in

Dr. Johanna Renker

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